Ein Weg in die Berufswelt

31. Mai 2017

Programm «Sprachförderung und Jobtraining»

Rund 250 Jugendliche besuchen das Programm «Sprachförderung und Jobtraining» der Caritas Luzern. Es sind Flüchtlinge, Asylsuchende oder Jugendliche aus Familiennachzug im Alter von 16 bis 21 Jahren. Sie sind weniger als zwei Jahre in der Schweiz, haben keine oder nur wenig Deutschkenntnisse und einen erhöhten Bedarf an Begleitung. Während eines Jahres sollen sie auf den Übergang in die Berufswelt vorbereitet werden. 

 
Die Jugendlichen stammen aus Eritrea, Syrien, Afghanistan, aber auch Südeuropa sowie weiteren Ländern  mit ganz unterschiedlichem Bildungshintergrund, es hat Analphabeten aber auch Mittelschüler. Rund 40% sind Minderjährige ohne Begleitung, also Jugendliche ganz auf sich allein gestellt ohne familiäre Unterstützung. Viele Jugendliche bringen schwierige Biographien mit und leiden an mehrfachem posttraumatischen Belastungsstörungen.
 
Nebst Deutsch erhalten die Teilnehmer in Littau auch Mathematik- und BHaus Grossmatte aber nicht nur Theorie. Parallel zum Unterricht absolvieren sie mehrmonatige Jobtrainings in verschiedenen beruflichen Feldern – darunter den Bereichen Küche, Velowerkstatt, Reinigung oder Verkauf. Das Jobtraining ermöglicht den Jugendlichen, sich in ein Arbeitsfeld einzuarbeiten und sich an die Anforderungen der Berufswelt zu gewöhnen.
 
Ein Integrationscoaching vermittelt einerseits grundlegende Informationen wie Angaben zum Schweizer Bildungssystem oder Perspektiven in der Berufswelt. Andererseits werden hier auch bedarfsorientiert Anliegen von Jugendlichen wie Kursleitenden besprochen. So können die für eine erfolgreiche Integration unabdingbaren transkulturellen Schlüsselkompetenzen gezielt gefördert werden.
 
Ziel des ganzheitlichen Förderangebotes ist es, dass die Jugendlichen in naher Zukunft eine weiterführende berufsvorbereitende Anschlusslösung oder sogar eine Arbeit finden.